Finn Fynn und der Teufel (3/3)

„Bist du ganz sicher?“, fragte Natalie aufgeregt. Ich hatte sie in der kleinen Steinhütte erwischt, in der sie mir Avancen gemacht und mich dann bitter im Stich gelassen hatte. Sie nahm die Neuigkeiten erstaunlich gut auf, womit ich meine, sie fragte erst das dritte Mal nach.

„So sicher, wie ich sein kann“, sagte ich. „Level Vierzehn existiert nicht. Diejenigen, die dorthin geschickt werden, sendet der Teufel unauffällig in den Himmel. Er will nicht, dass wir alle einfach in das Loch springen, deshalb machen uns die Gnome bei unserer Ankunft Angst und die Projekte sollen uns ablenken, damit wir nicht auf dumme Ideen kommen.“ Keep Reading…

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Finn Fynn und der Teufel (2/3)

Jetzt, wo ich in mein neues Höllenleben eingewiesen war, hielt ich es für angemessen, mein zukünftiges Zuhause gebührend zu erkunden.

Level elf, so stellte ich fest, war eine rote, steinerne Wüste mit einem Loch in der Mitte. Besagtes Loch war eben jenes, durch das ich wenige Stunden zuvor gefallen war und anders als zuvor führte es tiefer in die unteren Level. Ich war auf einer Steinplatte gelandet, die Boss und Gremlin rechtzeitig über die gähnende Leere geschoben hatten. Woher sie die Information bekamen, wann es zu öffnen oder zu schließen war, blieb mir genauso ein Rätsel wie ihr Wissen um meinen Namen. Dann wiederum war ich im Reich des Teufels. Ich sollte mich weniger von diesen Dingen überraschen lassen. Keep Reading…

Finn Fynn und der Teufel (1/3)

Der Teufel war ein Crossdresser.

Es war nur eine der Überraschungen, die mich nach einem schnellem Fall und einer langen Wartezeit vor den Toren der Hölle erwartete – und mit Sicherheit nicht die Schockierenste, wie ich bald feststellen sollte.

Ich kratzte mich im Nacken, wo der Aufprall auf Beton mein Genick gebrochen hatte, und wartete geduldig. Der Teufel war eine viel beschäftigte Persönlichkeit. Seiner Arbeit nachzugehen, schien eine der niedrig priorisierten Tätigkeiten zu sein und verübeln konnte ich es ihm nicht.

Wer kümmerte sich schon gerne um jammernde Tote? Keep Reading…

Blick in die Zukunft

Dieser Blogpost ist etwas anders, als ihr von mir gewöhnt seid. Keine Rants, keine Schreibtipps, keine motivierenden Ansprachen. Stattdessen geht es heute um… mich?

Unfassbar, ich weiß. Aber nachdem ich mich auf einigen der anderen Schreibblogs herumgetrieben habe, ist mir bewusst geworden, dass ich persönlich gerne Einblicke in die zukünftigen Projekte anderer Schreiber bekomme. Und da das bei mir ein wenig kurz gekommen ist (mal abgesehen von meinem Index), hole ich das heute ein bisschen nach. Keep Reading…

Daemon (5/5)

Ich vertraue Coon.

Ich bin erst seit wenigen Tagen an ihrer Seite, doch es fühlt sich an, als wäre ich schon ewig bei ihr gewesen. Ich kann Daddys Daemon nicht einschätzen. Bisher konnte Coon jeden Daemon mit Leichtigkeit besiegen, aber vor diesem hat sie Angst. Es ist egoistisch von mir, aber ich muss wissen, dass es Daddy gut geht, bevor ich endgültig verschwinde.

Alles verändert sich.

Ich lachte lauthals. „Nein. Nein, tut mir leid“, brachte ich schließlich heraus und holte mein Handy aus meiner Tasche. „Du gehst schön wieder nach Hause.“ Andrew lief rot an.

„Wenn du Samantha anrufen willst, ihr Telefon ist aus“, sagte er und ich hielt inne. „Sie steckt mitten in der Prüfung, schon vergessen?“ Keep Reading…

Daemon (4/5)

Coon steht auf.

Sie sagt kein Wort, sondern geht in ihre Wohnung und wirft ihre Klamotten in einen Koffer. Als sie fertig ist, gehen wir nach unten. Rock gibt ihr einen Umschlag, dann umarmt er sie und entschuldigt sich, aber Coons Gesicht bleibt unbewegt. Wir verlassen die Basis.

Der Schneesturm wird stärker.

„Das sollte für´s erste genügen“, sagte ich und ließ mich auf das Hotelbett fallen. Es war eine billige Absteige, aber ich musste sorgsam mit meinem Geld umgehen. Der letzte Check von Rock würde mich eine Weile über Wasser halten, aber ich brauchte dringend einen Job. Und weiterhin als Hunterin zu arbeiten, war in diesem Distrikt nun fast unmöglich. Keep Reading…

Daemon (3/5)

Ich fühle mich lebendig.

Die Erinnerung an mein altes Leben verschwimmt. Die Finsternis ist in mir, wird immer größer. Alles außer Coon verblasst. Sie ist die Einzige, die mich vor der Dunkelheit bewahrt. Ich kann sehen, dass sie sich Sorgen macht.

Ich werde sie nicht enttäuschen.

„Na, das erklärt einiges“, murmelte ich und sah zurück zu der Kamera. Kein Wunder, dass Kriguard das nicht an die Öffentlichkeit gelangen lassen wollte. Er wirkte nicht gerade wie der verständnisvollste Vater.

„Bitte verschon sie“, flehte Reagan mich an und Christophers tränenüberströmtes Gesicht blitzte wieder in meinen Gedanken auf. Konnte ich noch einmal jemanden so viel Schmerz zufügen? Keep Reading…