Was liest Otterfly – Q3, 2016

Hallo ihr Lieben! Die Blätter fallen, es wird kälter und mein SuB würde unter dem derzeitigen Lesetempo dahinschmelzen, würde ich nicht hin und wieder für Nachwuchs sorgen. Ahem. In diesem Quartal hat es zu 17 gelesenen und beendeten Büchern gereicht (eins davon leider ein ziemlicher Reinfall, vielleicht wollt ihr raten, bevor ihr euch meine Kurzkommentare zu den Büchern durchlest), aber ich möchte dazu anmerken, dass ich drei weitere Bücher bereits angefangen habe. Welche das sind, erfahrt ihr dann in drei Monaten 😉

Aber nun zu den diesquartaligen (ist das ein Wort?) Büchern!

Und psst. Weiter unten sind SPOILER.


  1. Widow´s Web – Jennifer Estep
  2. Deadly Sting – Jennifer Estep
  3. Heart of Venom – Jennifer Estep
  4. Seelenläufer – Bianca Fuchs
  5. This Savage Song – V. E. Schwab
  6. The Winner’s Curse – Marie Rutkoski
  7. The Winner’s Crime – Marie Rutkoski
  8. The Winner’s Kiss – Marie Rutkoski
  9. Elantris – Brandon Sanderson
  10. Half Bad – Sally Green
  11. The Raven Boys – Maggy Stiefvater
  12. The School for Good and Evil – Soman Chainani
  13. Shades of Milk and Honey – Mary Robinette Kowal
  14. Planetfall – Emma Newman
  15. Throne of Glass – Sarah J. Maas
  16. Rebel of the Sands – Alwyn Hamilton
  17. Vicious – V. E. Schwab

Elemental Assassin Series (Band 7-9)

Die Buchreihe rund um die familienbewusste Assassinin Gin ist für mich so etwas wie Comfort-Food. Alle Teile der Reihe folgen einem gewissen Schema: Bösewicht taucht in Ashland auf, bedroht Gin oder ihre Freunde/Familie, Gin bringt ihn und all seine Handlanger um, eine Sexszene, eine Kochszene, the End. Ich weiß, was mich erwartet und trotzdem macht es einfach Spaß, die Bände zu lesen (auch wenn sich Owen in diesen Teilen  ziemlich angestellt hat. Reiß dich zusammen, Owen!). Mit leerem Magen sollte man die Bücher allerdings nicht lesen, denn Gins Kochexzesse lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Mist, jetzt will ich einen ihrer Burger und ein großes Stück Kuchen :/

Seelenläufer

Zu Bianca Fuchs‘ Debüt-Roman Seelenläufer habe ich auf Amazon eine Rezension verfasst. Wer meine Meinung zu dem Buch erfahren möchte, darf dort gerne vorbeischauen 🙂

This Savage Song (Band 1)

So. Gut.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich von V. E. Schwab bislang nur A darker Shade of Magic gelesen, aber dieses Buch hat mich einfach umgehauen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und die Charaktere August und Kate, sowie die Welt, in der sie leben, haben mich von Anfang an mitgerissen. Eins der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe und eine absolute Leseempfehlung.

The Winner’s Curse Trilogy

Die Reihe habe ich wegen ihrer coolen Prämisse gekauft, die Cover erinnern mich leider etwas zu sehr an die Selection-Bücher und passen eigentlich gar nicht zu dem teilweise sehr düsteren Inhalt, in dem es um Sklaverei, Spionage, Erpressung, Krieg und Opfer geht. Eingebettet in diesen sehr dichten und verdammt spannenden Plot ist die Liebesgeschichte zwischen Kestrel, der Tochter eines Generals, und Arin, einem neuen Sklaven ihres Haushalts.

Die Bücher haben mich durchweg zum Reflektieren angeregt und ich war nie sicher, wer sich nun auf welche Seite schlagen wird. Wer auf Drama, Irrungen, Wirrungen und eine Slow-Burn-Romanze Lust hat, sollte sich hier unbedingt umsehen.

Elantris

Brandon Sandersons Debüt, das ich zu meiner Schande lange Zeit nicht lesen wollte, aber damit ist jetzt Schluss. Das Konzept war spannend, die Charaktere sympathisch und das Magiesystem interessant, so wie immer. Ein gutes Gesamtpaket. Das einzige, was mich gestört hat war, dass man am Ende doch stark gemerkt hat, dass Sanderson das Buch als potentielle Trilogie konzipiert hat, denn einige Fragen, die zum Schluss aufgeworfen wurden, werden nicht beantwortet und auch die anderen Magiesysteme der umliegenden Länder blieben leider unerforscht. Nichtsdestotrotz ein Lesevergnügen, das Sanderson-Fans und Neueinsteiger unterhalten wird.

Half Bad (Band 1)

Auf dieses Buch bin ich durch jemanden auf Twitter gekommen, der über die Tragik der Trilogie schrieb und weil ich ein kleiner Masochist bin, habe ich gleich zugegriffen. Was mich jedoch wirklich überzeugt hat, war die anfängliche Perspektive, die in 2. Person geschrieben ist und unglaublich gut funktioniert hat. Nathan ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich erwarte bereits sehnsüchtig/ängstlich die Fortsetzung dieser Reihe.

The Raven Cycle (Band 1)

Was ich an The Raven Boys am meisten mochte, waren die vielschichtigen Charaktere. Wegen der zahlreichen POVs dauert es ein bisschen, bis das Mysterium um die Ley Lines in Fahrt kommt, aber zum Schluss geht alles drunter und drüber. Ich hatte außerdem das Gefühl, jemandem wie Gansey noch nie in einem Buch begegnet zu sein und das hat mich wirklich in seinen Bann gezogen. Die Freundschaft zwischen seinen „Raven Boys“ und der Protagonistin Blue hat unglaublich Spaß gemacht, zu lesen und ich freue mich auf die weiteren Teile. Außerdem würde ich das Buch gerne für den schönsten letzten Satz des Jahres nominieren.

The School for Good and Evil (Band 1)

Dieses Buch habe ich gekauft, weil ich die Idee so genial fand. Eine Schule, in der Helden und Bösewichte für Märchen ausgebildet werden. Die Handlung dreht sich um die beiden Freundinnen Agatha und Sophie. Dabei landet Agatha, die auf einem Friedhof lebt und sich hinter einem Mopp fettiger, schwarzer Haare versteckt, in der Schule für Prinzen und Prinzessinnen und die wunderschöne, aber selbstsüchtige Sophie entgegen ihrer Erwartungen in der Schule für Hexen und Handlanger.

Die Beziehung dieser beiden Charakter ist eine Achterbahn und ich wusste bisweilen überhaupt nicht mehr, warum die beiden befreundet sind, ob sie noch befreundet sind oder wann und ob Sophie sich endlich als die Böse entpuppt. Genau das machte für mich letztlich jedoch den Charme aus. Ein fesselndes Buch, in dem man nie genau weiß, auf wessen Seite man eigentlich steht.

Shades of Milk and Honey (Band 1)

Mein erster Ausflug in Marys Robinette Kowals Glamourist Serie. Ich bin noch nicht ganz sicher, wie mir das Buch gefallen hat. Durchgelesen habe ich es recht schnell, denn trotz des eigentlich eher ruhigen Settings gibt es viel Drama und vor allem Janes Schwester Melody hat mich regelmäßig zur Weißglut getrieben, sodass ich zügig vorankam.

Was mich im Nachhinein dann doch irgendwie gestört hat, war die Art, wie sich Janes Romanze entwickelt hat, und dass ich bis heute nicht weiß, von welcher Bedrohung für die Familie auf dem Klappentext die Rede war, denn der einzige Kandidat befindet sich im Klimax.

Auch das Ende hat mich unzufrieden zurückgelassen, weil die Erzählperspektive ganz plötzlich von Janes POV ins Allwissende umschwenkt und den Leser direkt adressiert. Ich denke, Kowal wollte hier einen Abschluss machen, falls keine weitere Bände gedruckt werden können, aber ähnlich wie bei dem Harry Potter 7 Epilog hätte man sich diesen Zeitsprung lieber gespart.

Planetfall

Planetfall ist irgendwann wegen einer Liste mit Büchern über psychische Krankheiten auf meinem Wunschzettel gelandet, nur dass ich diesen kleinen Fakt zum Zeitpunkt des Kaufs und Lesens vergessen hatte. Die Geschichte hat mich aber auch so bestochen, und es war weitaus spannender, Rens Krankheit live mitzuentdecken, weil sie ihr tiefstes Innerstes sogar vor dem Leser versteckt, als es zu lesen und nur darauf zu warten.

Das Ende war … interessant. Mehr will ich dazu nicht sagen, aber es war kein klassisches Happy End, was sich in Anbetracht der Geschichte auch irgendwie falsch angefühlt hätte.

Throne of Glass (Band 1)

Das Hype-Buch schlechthin, wenn man Twitter Glauben schenkt. Ich konnte dieser Geschichte leider absolut gar nichts abgewinnen, obwohl ich zu Anfang wirklich motiviert und freudig erregt war. Insgesamt habe ich für dieses Buch jedoch über zwei Monate (!) gebraucht, währenddessen 10 andere Bücher gelesen und es zwischenzeitlich mindestens zweimal abbrechen wollen. Als ich fertig war, überwog nur das Gefühl der Erleichterung, Celaena und die anderen endlich los zu sein.

Ich kann zu dem Buch nur sagen, dass ich den Anfang mochte, weil er mir eine kompetente Assassinin zeigte, mit erfrischender Arroganz und ich mir danach einen spannenden Wettbewerb auf Leben und Tod inmitten von politischen Intrigen erwartete. Ansonsten hätte ich das Buch schließlich nicht gekauft. Stattdessen bekam ich eine Dreiecksromanze, die mir von Seite 1 an zum Halse raushing, Gespräche in Celaenas Zimmer, im Trainingsraum, im Ballsaal, in Celaenas Zimmer, im Garten, in Celaenas Zimmer … Ich als Celaena hätte mich im Übrigen beschwert. So oft, wie jemand sie dort überrascht hat, muss der halbe Palast Zugang zu ihrem Zimmer gehabt haben.

Die „Wendungen“ waren für mich so vorhersehbar, dass ich ehrlich gesagt schon wieder nicht mit ihnen gerechnet hatte, weil sie einfach so offensichtlich waren und die einzigen Charaktere, die mir positiv in Erinnerung blieben, waren Celaenas Bedienstete Philippa und manchmal Chaol.

Alles in allem fand ich das Buch sterbenslangweilig und auch das Finale konnte mich wegen einiger Logikprobleme nicht überzeugen. Und ja, ich weiß, dass die späteren Teile besser werden sollen und ich weiß, dass die Dreiecksbeziehung so nicht passiert (aber irgendwie doch, wenn ich mir die Zusammenfassung von Teil 2 so durchlese) und nein, ich werde mir die Folgebände nicht kaufen. Ich war seit Ewigkeiten nicht mehr so enttäuscht von einem Buch und habe keine Lust, mich auch nur durch ein weiteres Kapitel zu quälen. Diesen Hype darf der Rest der Welt gerne behalten, ich bin raus hier.

Rebel of the Sands

Dieses Buch hat mich total überzeugt. Die Prämisse hat mich lange Zeit nicht wirklich umgehauen; letztlich war es die Leseprobe, die mich zum Kauf überzeugt hat und ich habe es keine Sekunde lang bereut. Romanze, Plot, Charaktere und Welt, alles fühlte sich gut und richtig an und ich freue mich tierisch auf weitere Bände.

Vicious

Und noch ein Buch von V. E. Schwab (lest ihre Bücher, ich meine es ernst). Hier fand ich lange Zeit die Flashbacks interessanter als die Echtzeitgeschichte, aber die Rückblicke nahmen auch viel mehr Platz ein und Schwab hat beide Zeitlinien wunderbar kombiniert, sodass sich die Informationen langsam zusammenflossen. Victor war ein wirklich cooler Charakter, Eli ein wunderbar frustrierender Antagonist und auch die Art und Herkunft der Superkräfte hat mich sehr fasziniert. Ein toller Einteiler, den ich nur empfehlen kann.


Was war euer Lesehighlight/Leseflop des Monats? Und wenn ihr Throne of Glass gelesen habt, welchem Lager gehört ihr an?

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2 Gedanken zu “Was liest Otterfly – Q3, 2016

  1. Ich habe im September einiges gelesen, als letztes „Das Leben ist ein listiger Kater“ von Marie-Sabine Roger. Vieleicht kennst du schon „Das Labyrinth der Worte“, das ist auch von ihr. Nichts mit Fantasie, auch nicht spannend in dem Sinne, dass es Action gäbe, aber wirklich sehr angenehm zu lesen, tiefsinnig und trotzdem leicht und voller Humor. Ich habe es wirklich genossen.

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