Was liest Otterfly – Q2, 2016

So, ich sollte mich vielleicht dafür entschuldigen, dass die Liste so lang ist und es im Anschluss daran dementsprechend viel Text gibt, aber es war ein gutes Lesequartal. Also, ein sehr gutes. Ich glaube, ich habe allein im April 10 Bücher dieser Liste gelesen. Aber reden wir nicht länger um den heißen Brei herum, es geht los!

  1. Captive Prince – C. S. Pacat
  2. Prince’s Gambit – C. S. Pacat
  3. Kings Rising – C. S. Pacat
  4. The Invasion of the Tearling – Erika Johansen
  5. The Magican’s Nephew – C. S. Lewis
  6. The Song of Achilles – Madeline Miller
  7. Kushiel’s Scion – Jacqueline Carey
  8. I am not a Serial Killer – Dan Wells
  9. Mr. Monster – Dan Wells
  10. I don’t want to kill you – Dan Wells
  11. The devil’s only friend – Dan Wells
  12. Over your dead body – Dan Wells
  13. Jonah – Laura Newman
  14. Obsession – Simon Beckett
  15. Möller – Paul Frommeyer
  16. Etiquette & Espionage – Gail Carriger
  17. Legion – Brandon Sanderson
  18. Legion: Skin Deep – Brandon Sanderson
  19. Steelheart – Brandon Sanderson
  20. Firefight – Brandon Sanderson
  21. Calamity – Brandon Sanderson

Alles in allem macht das 21 Bücher, also etwa zwei pro Woche. Und weil ihr so geduldig wart, sind hier meine Zusammenfassungen und Eindrücke 🙂

Captive Prince Trilogy

Oh. Mein. Gott. Diese Bücher. Ich habe lange nichts mehr so verschlungen wie diese drei Teile. Captive Prince hat mich eine komplette Nacht wachgehalten (Wirklich. Von 6 Uhr bis 11 Uhr morgens. Bitte fragt jetzt nicht, warum ich um 6 Uhr mit dem Buch angefangen habe). Die Romanze, die Charaktere, die Welt, alles hat mich absolut überzeugt. Ich spreche allerdings eine Content-Warning aus: Wer keine expliziten Sex-Szenen mag, sollte vielleicht die Finger von diesen Schätzchen lassen.

The Invasion of the Tearling

Ich habe mich sehr auf diesen zweiten Teil gefreut und das Buch auch recht zügig durchgelesen, es allerdings mit gemischten Gefühlen beendet. Als Buch an sich war es wirklich gut. Aber mir haben die Elemente gefehlt, die Teil 1 für mich so toll gemacht haben. Kelsea macht einige sehr drastische Veränderungen durch (physischer und psychischer Natur) und es fiel mir schwer, sie genauso zu lieben, wie vorher.
Ich hatte außerdem das Gefühl, von neuen POVs überschwemmt zu werden und die langen Flashback-Kapitel waren zwar spannend, aber es fühlte sich teilweise so an, als lese ich zwei Bücher parallel, die nichts miteinander zu tun haben. Ich werde Teil 3 auf jeden Fall ebenfalls lesen, aber ich fand Invasion of the Tearling schwächer als seinen Vorgänger.

The Magician´s Nephew

Den meisten wohl eher als Narnia 1 bekannt, geht es hier um die Entstehung der Welt. Auch wenn einige Fragen aus Teil 2 beantwortet werden, von denen ich nicht wusste, dass ich sie habe, war das Buch sehr gewöhnungsbedürftig, was aber auch an der Zeitepoche liegen kann, in der es geschrieben wurde. Der Stil ist sehr ungewohnt, aber das Buch war kurz genug, dass ich es trotzdem zügig lesen konnte. Ich bin noch unschlüssig, ob ich die restlichen Teile lesen werde. Hat jemand alle 7 Bände gelesen und kann mir sagen, ob sich der Rest lohnt?

The Song of Achilles

Dazu sage ich nur eins: Major Heartbreak. Die Geschichte um Achilles und den Krieg in Troja ist wohl den meisten bekannt. Hier steht eine Liebesgeschichte zwischen Patroclus und Achilles im Vordergrund, beschrieben aus Patroclus´ Sicht der Dinge. Ich kannte natürlich das Ende und habe trotzdem durchweg gehofft, dass die Autorin irgendetwas geändert hat. Zum Schluss habe ich einfach nur noch geheult. Der Stil war wunderschön und mehrfach habe ich bei den Metaphern kleine Fangirlanfälle bekommen.

Kushiel´s Scion (Treason´s Heir Trilogy, Band 1)

Ahh, Imriel. Ich liebte diesen Kerl, noch bevor er im dritten Teil der Phédre-Reihe überhaupt persönlich auftauchte und dachte mir beim Zuendelesen: Wenn es eine Folgetrilogie mit anderer POV geben muss, dann bitte ihn. Und so war es dann auch 😀
Ich habe Teil 1 verschlungen und schiebe Teil 2 nur vor mir her, weil er 700 Seiten hat und ich gerne einige kurze Bücher aus meinem SuB raushaben will, bevor ich mich an die großen Geschosse wage.
Obwohl  man die Bücher sicher auch getrennt von den drei Vorgängern lesen kann, würde ich es nicht empfehlen. Gerade zu Beginn passiert noch nicht viel außer Königshauspolitik und Charakterentwicklung, die ohne Vorwissen möglicherweise eher langweilig und sicher nicht so impaktvoll sind.
Zudem war ich sehr angetan von Phédre, die wir hier zum ersten Mal nicht aus Ich-Perspektive kennenlernen, die jedoch trotzdem so rüberkam, wie ich sie mir immer vorgestellt hatte. Manchen Autoren gelingt das bei einem Perspektivenwechsel leider nicht so gut. Carey schreibt wie immer wunderschön, Imriel ist toll und der Plot voller kleiner und großer Wendungen, Liebschaften, Intrigen und Drama.

John Cleaver Reihe

Ich liebe, liebe, liebe diese Bücher. Bisher habe ich jedes in einer Sitzung gelesen und obwohl ich sechs grausame Wochen auf Mr. Monster warten musste, war es mir das allemal wert. John ist einer dieser Charaktere, die ich gerade wegen ihrer Schwächen und inneren Konflikte so ins Herz schließe. Diese Horrorthriller sind spannend, twisty, nervenaufreibend, tragisch und witzig, alles in einem; und nebenbei lernt man noch, welche gemeinsamen Eigenschaften Serienkiller haben und wie eine Leiche einbalsamiert wird. Das gilt schon fast als Bildungsliteratur, möchte ich meinen.

Jonah

Das ist das zweite Buch, dass ich von Laura Newman lese und ich kann nur sagen, dass ich bisher nicht enttäuscht wurde. Ihr Foreshadowing ist immer auf den Punkt und auch wenn die Charaktere manchmal ein bisschen rumzicken, bleiben sie doch liebenswert. Die Romanze ist schön ausgearbeitet und das Ende haut richtig rein. Ein weiteres gutes Buch von ihr.

Obsession

Obsession ist ein Thriller ohne Fantasy, was für mich extrem untypisch ist. Ich habe es hauptsächlich wegen des autistischen Kinds gelesen, das darin vorkommt, da ich mich für solche Charaktere in Büchern interessiere. Es war spannend geschrieben, wobei der Mittelteil sich zum Ende hin etwas gezogen hat.

Möller

Wenn Obsession aus meinem Lesemuster rausfällt, dann Möller erst Recht. Es geht um den Hammerwerfer Gerald Möller und darum, wie er seinen Traum nach der Olympiamedaille verfolgt und sein Leben mit der Passion Sport balanciert. Zwischendurch erfährt man in Happen seine Kindheit und wie er zum Leistungssportler wurde. Dieses Buch habe ich aus zwei Gründen gelesen, der eine Recherche, der andere privat.
Recherche, weil es in einem meiner zukünftigen Buchprojekte (Arbeitstitel: Orbit) um eine Fantasy-Sportlerin gehen wird und ich gerne mehr über Trainingsmethoden, Wettkampfabläufe, etc. herausfinden wollte. Privat, weil in dem Buch Charaktere vorkommen, die ich persönlich kenne (*dramatische Musikeinlage*).
Das Buch selbst ist gut, wenn auch wortgewaltig geschrieben, und wartet mit einem überraschend deprimierenden Ende auf, ist allerdings nur für Leute etwas, die vor viel Sportfachsimpelei nicht zurückschrecken und etwas für Leichtathletik übrig haben.

Etiquette & Espionage (Finishing School Series, Band 1)

Was sagt man zu E&E? Spionage- und Auftragskillermädcheninternat trifft Steampunk trifft Harry Potter? Zu Beginn war der Stil sehr… ulkig, von den überzogenen Namen (unsere Protagonistin heißt Sophronia Angelina Temminnick), zu der Sprechweise, die sich durch Erzählstimme und Dialog zieht („Well, sister, to be perfectly correct, I did nothing.“ „Tell that to the poor women´s lovely bonnet.“), war ich zu Anfang nicht sicher, ob es mir gefallen würde. Glücklicherweise gewöhnt man sich schnell an Namen und Gepflogenheiten und das Buch hat mir viel Freude beschert. Ich bin sicher, dass die anderen Teile irgendwann ebenfalls in meinem Regal landen werden, wenn auch nicht sehr bald. Weil Platzgründe.

Legion

Die Novellen über den eindeutig nicht wahnsinnigen (wenn auch halluzinierenden) Stephen Leeds wollte ich mir schon seit Ewigkeiten kaufen, aber es gab sie nie in einem Format, das mir gefiel. Jetzt habe ich sie endlich gelesen, verschlungen und warte auf mehr. Spannend, witzig und zum Nachdenken anregend.

Reckoner´s Series

Ich weiß wirklich nicht, warum ich so lange mit dieser Trilogie gewartet habe. Ich meine, sie ist von Brandon Sanderson. Was habe ich erwartet? Dass mich eins seiner Bücher einmal nicht von der ersten Seite fesselt? Bitch, please.
David ist ein wundervoller Ich-Erzähler, der mich mit seinen grottigen Metaphern unermüdlich amüsiert hat („No, listen! It makes sense!“ Ja, sicher, David xD). Wie immer bei Sanderson finden sich kleine Twists und Turns an jeder Ecke, genauso wie spannende Konzepte, ausgefallene Settings, action- und emotionsgeladene Kämpfe und liebenswerte Charaktere. Diese Trilogie war ein echter Genuss.


Was war euer Lieblingsbuch der letzten drei Monate? Habt ihr Bücher aus meiner Liste gelesen oder regt euch eine der Beschreibungen vielleicht zum Kauf an? 

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