Daemon (4/5)

Coon steht auf.

Sie sagt kein Wort, sondern geht in ihre Wohnung und wirft ihre Klamotten in einen Koffer. Als sie fertig ist, gehen wir nach unten. Rock gibt ihr einen Umschlag, dann umarmt er sie und entschuldigt sich, aber Coons Gesicht bleibt unbewegt. Wir verlassen die Basis.

Der Schneesturm wird stärker.

„Das sollte für´s erste genügen“, sagte ich und ließ mich auf das Hotelbett fallen. Es war eine billige Absteige, aber ich musste sorgsam mit meinem Geld umgehen. Der letzte Check von Rock würde mich eine Weile über Wasser halten, aber ich brauchte dringend einen Job. Und weiterhin als Hunterin zu arbeiten, war in diesem Distrikt nun fast unmöglich.

Ida schwebte zu mir und ließ sich neben mir im Schneidersitz in der Luft nieder, eine Handbreit über der Bettdecke.

>Warum hat Rock dich gefeuert?

„Er hatte keine große Wahl…“ Ich starrte an die Decke. „Du hast gelesen, was in der NNP stand. Wenn er mich weiterhin beschäftigt, wird sich das negativ auf seine Organisation auswirken.“

>Warum?

„Weil Daemonenhunter einen harten Job machen“, erwiderte ich leise. „Wir sind wie Chirurgen. Du kannst so viele Leben retten, wie du willst, aber wenn einer deiner Patienten stirbt, kannst du darauf wetten, dass irgendein Arschloch dich verklagt. Du musst nur die falschen Feinde haben. Ein paar Fäden gezogen und deine Karriere ist im Arsch.“

>Aber hat Rock nicht gesagt, dass eure Unfallquote viel geringer ist, als die anderer Organisationen?

Ich warf Ida einen Blick zu.

„Keine Hunterbasis kommt ohne Unfälle davon“, erklärte ich und schloss die Augen. „Aber die dafür Verantwortlichen müssen öffentlich gemacht werden, damit Kunden eine bessere Auswahl treffen können. Je schlechter deine Quote als Hunter ist, desto weniger Leute werden für deine Dienste bezahlen und wenn du Pech hast, bringst du deiner Organisation nicht mehr genug Geld ein und wirst gefeuert.“

>Und deine Unfälle sind nicht öffentlich gemacht worden?

„Scheiße, nein.“ Ich lachte und schlug die Augen auf. „Lorene war kein offizieller Fall, deshalb hat Rock nichts gesagt. Du warst überhaupt kein Fall und die Sache mit Britta scheint von Anfang an ein Fake gewesen zu sein. Ich verstehe nur nicht, wer etwas davon hat, mich öffentlich zu ruinieren. Mario hätte mich in dem Keller einfach erschießen können.“

>Vielleicht geht es nicht um dich.

„Vielleicht.“

Wir schwiegen eine Weile. Schließlich setzte ich mich auf und kramte meinen Laptop aus dem Koffer. Ich war kein Technikmensch und besaß das Gerät nur aus Notwendigkeit, aber jetzt war er hilfreich.

Ich verbrachte die folgenden Stunden damit, Zeitungsartikel über mich, Kriguard und alles, was irgendwie mit meinem Beruf in Verbindung stand, zu durchstöbern. Ida schaute zu Anfang noch interessiert zu, doch als ich mich von den Bildern und großen Buchstaben entfernte und auf Einkommenstabellen umstieg, schwirrte sie gelangweilt durch das kleine Zimmer, schwebte unter der Decke und zog Grimassen, wenn sie dachte, ich würde nicht hinsehen.

„Das macht keinen Sinn“, sagte ich nach einer Weile und Ida, die kopfüber von der Decke hing, ließ sich schwungvoll durch die Luft fallen und schoss an meine Seite. Ich deutete auf eine Tabelle und sie verzog das Gesicht.

>Was meinst du?

„Rocks Organisation ist die einflussreichste und professionellste im Distrikt“, sagte ich und öffnete ein Fenster mit einigen Artikeln. „Ich wurde als Tophunter gehandelt, ich bekam die teuersten und gefährlichsten Aufträge und habe einen großen Teil des Einkommens beigesteuert. Und trotzdem…“

>Ihr habt immer weniger Geld.

Ida sah mich überrascht an.

>Warum?

„Ich weiß es nicht, aber es macht keinen Sinn. National News hat berichtet, dass wir kurz vor dem Bankrott stehen und Rock hat ebenfalls über Geldknappheit geklagt. Wir haben viel in die Nachwuchsausbildung gesteckt, aber es kann nicht so viel gewesen sein. Schau dir diese Zahlen an.“

>Vielleicht war es der Maulwurf.

„Das bezweifle ich“, sagte ich. „Maulwürfe sind Spione, die Informationen sammeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass unserer sich Zugang auf die Bankdaten verschaffen und das ganze über ein Jahr vertuschen konnte. Harry ist ein Arsch, aber er versteht sein Handwerk. Wenn sich jemand bei uns eingeschlichen und so offensichtlich vorgegangen ist, wäre ihm das aufgefallen.“

Ich starrte auf den Monitor, der mir grell entgegenleuchtete. Der Schneesturm verdunkelte den Himmel und außer meinem Laptop war keine Lichtquelle in unserem Zimmer aktiv. Als ich zu Ida sah, schaute sie besorgt zurück.

„Und da ist noch etwas, das mich stört.“

>Was denn?

„Woher hatte Kriguard die Informationen?“ Ich klappte den Laptop zu und saß mit Ida in absoluter Dunkelheit. „Dass er von dir wusste, kaufe ich ihm noch ab, immerhin hat Mario Sichtlinsen getragen, den Rest konnte er sich bestimmt zusammenreimen. Aber woher wusste er, dass du erst seit wenigen Tagen tot bist? Und dann ist da die Sache mit Lorene.“

>Wer ist Lorene? Ihr redet immer über sie, aber du hast nie etwas von ihr erzählt.

„Lorene war Christophers Verlobte.“ Ida verzog das Gesicht. „Ich weiß, du magst ihn nicht, aber er ist… war mein bester Freund. Vor einem Jahr war Lorene von einem Daemon besessen und er bat mich darum, die Exzision zu übernehmen. Aber der Daemon war stärker als alles, was mir bis dahin untergekommen ist und ich habe meine Kräfte falsch eingeteilt. Die Exzision schlug fehl, Lorene wurde gebissen und starb.“ Ich fuhr mir durch mein Haar.

>Und Kriguard wusste davon?

„Es scheint so, auch wenn ich nicht weiß, warum. Selbst in der Organisation wussten nur wenige…“ Ich stockte und ließ meine Hand langsam sinken.

>Wer wusste davon?

Ida schwebte zu mir hinunter und legte eine dunkelgraue Hand auf meinen Arm.

„Rock, Harry und Mary. Es kann sein, dass Rock sich mit einem der anderen Hunter verplappert hat, aber ich weiß nur von diesen Dreien.“

Ida schwieg.

„Das ist schlecht.“ Ich stand auf und raufte mir die Haare, während ich neben dem Bett auf und ab ging. „Das ist wirklich schlecht. Fuck, was wenn… Gottverdammte Scheiße!“

>Coon, was ist?

Sie sah mich besorgt an und ich blieb stehen. „Rock hat die Organisation von Anfang an aufgebaut, sie ist wie ein Kind für ihn. Deshalb hat er mich gefeuert, um das Wohl der restlichen Hunter zu gewährleisten. Er würde niemals etwas tun, das dem Ruf unserer Organisation schaden könnte und schon gar nicht seine Haupteinnahmequelle ausschalten. Und Mary mag ruppig und übellaunig sein, aber sie liebt ihn abgöttisch.“

>Bleibt nur noch…

„Harry.“ Der Name hatte etwas finales, als ich ihn aussprach. Ich ließ mich an  der Wand heruntersinken und starrte ins Nichts. Ida war in der Dunkelheit fast unsichtbar, aber als sie zu mir herabschwebte, erkannte ich schwach ihre Konturen.

>Warum würde er so etwas tun?

„Er ist ein Geschäftsmann“, sagte ich langsam. Je länger ich über die Möglichkeit nachdachte, desto einleuchtender schien sie mir. „Er kennt keine Freunde, keine Loyalitäten. Er arbeitet für den, der ihm das meiste Geld bietet. Bisher konnte niemand gegen Rocks Gehalt ankommen, aber vielleicht hat sich das geändert.“

>Aber was ist sein Ziel?

„Ich weiß es nicht“, erwiderte ich und schlang die Arme um meine Knie. „Vielleicht wurde er von einem unserer Konkurrenten gekauft. Wenn es um mich ginge, hätte er mich leicht töten können, er hat seine Leute überall. Aber das hat er nicht. Stattdessen tauchen plötzlich Artikel über mich in der Zeitung auf, die Rock dazu zwingen, mich zu feuern.“

>Er arbeitet mit Kriguard zusammen, oder?

„Ja. Gott, natürlich, deshalb hat er gesagt: „Seien Sie versichert, dass dies der effizienteste Weg für mich und meinen Geschäftspartner ist.“ Sein Geschäftspartner war Harry. Die beiden haben zusammengearbeitet, um mich dranzukriegen. Harry hat Druck gemacht, Rock wurde mit dem Geld geködert und als ich den Auftrag nicht selbst ausgeführt habe, hat man nachgeholfen. Wieso habe ich das nicht früher bemerkt?“

>Ist Harry nicht für eure Security zuständig?

„Ja. Und er ist der Maulwurf.“ Mir war mit einem Mal sehr, sehr kalt. „Natürlich würde niemand ihn verdächtigen, wenn er selbst nach dem Maulwurf sucht. Wahrscheinlich wusste er, dass er bald einen Sündenbock brauchen würde, deswegen hat er die Tarnung ein wenig gelüftet. Dieser Mistkerl.“

>Dann steckt er auch hinter dem Geld.

„Ich wette, dass er dafür verantwortlich ist.“ Ich stand auf. „Wir gehen.“

>Wohin?

Ich grinste sie an.

„Der Konkurrenz einen Besuch abstatten.“


„Pass auf deine süßen Äuglein auf, Thynlee, sonst klaut sie dir noch jemand. Sie sind inzwischen bestimmt mehr wert als du, oder täusche ich mich?“

Paige war so groß wie breit, mit dichten schwarzen Locken und einem runden, herben Gesicht. Sie war einer der wenigen Organisationsköpfe mit natürlicher Sicht und beäugte Ida mit unverhohlenem Interesse. Ida schwebte dicht neben mir und obwohl sie keine Miene verzog, spürte ich ihre Anspannung.

„Ich bin wegen einiger Fragen hier, Paige“, sagte ich und ließ mich ihr gegenüber auf dem grünen Sessel nieder. Im Gegensatz zu Rocks Bar war Paiges Basis im Kellergeschoss eines Warenlagers stationiert, wenn auch wesentlicher angenehmer eingerichtet, als die oberen Stockwerke. „Ich hoffe, du hast ein paar Minuten für mich Zeit.“

Sie lächelte ein Lächeln voller Zähne. „Ich habe Besseres zu tun, als mich um deine Herzensangelegenheiten zu kümmern, aber ich gebe zu, dass dein Auftauchen mich sehr interessiert. Ich hoffe nur, du erwartest kein Jobangebot von mir. Dein Ruf ist ein wenig aus dem Ruder gelaufen, wie du vielleicht bemerkt hast. Louis, haben wir eine Zeitung hier liegen?“

„Ich kenne den Artikel, Paige, und ich bin sicher nicht hier, um bei dir um Almosen zu betteln. Also beantworte meine Fragen und ich bin schneller weg, als du dich aus deinem Sessel zwängen kannst.“

„Oh, Witze über mein Gewicht, wie originell.“ Sie beugte sich ächzend nach vorne und hob ihr Martiniglas. „Ich hatte Besseres von dir erwartet, Thynlee, aber sprich dich nur aus. Mehr Zeitverschwendung als unser jetziges Gespräch kann es nicht sein.“

„Kennst du Harry Limes?“

„Den Namen habe ich noch nie gehört.“ Sie sah mich verächtlich an. „Ist das alles?“

„Bist du an einem Coup beteiligt, der Rocks Organisation zerstören soll?“

Sie lachte heiser und steckte sich die Olive ihres Martinis in den Mund. „Du bist ganz schön direkt, weißt du das? Ob du es glaubst oder nicht, ich respektiere Rocks Arbeit. Er hat mir den ein oder anderen netten Job vor der Nase weggeschnappt, aber seine Position hat er sich verdient. Ich bin nur enttäuscht, dass dein Versagen in seinen Untergang führen wird.“

„Wird es nicht“, sagte ich und stand auf. „Danke für deine Zeit.“

„Thynlee.“ Sie stellte ihr Glas ab und sah mich scharf an. „Warum bist du hergekommen? Hat dieser Harry etwas gegen Rock unternommen?“

„Das ist ein internes Problem.“

„Wenn es eins wäre, wärst du nicht hier.“

Ich zögerte. „Jemand versucht, unsere Organisation zu Fall zu bringen. Harry ist daran beteiligt, aber ich weiß nicht, wer sonst.“

„Du gehst von einem der anderen Gründer aus, das klingt vernünftig.“ Sie stand ächzend auf und strich ihr schwarzes Samtkleid glatt. „Aber du solltest deine Methoden überdenken, Thynlee. Ich möchte ungern eine Todesanzeige von dir in der National sehen.“

Ich wandte mich ab und winkte, während ich mich von mir entfernte. „Bye bye, Paige.“

„Hau schon ab.“ Sie lachte laut und mein Mundwinkel zuckte nach oben, als ich die Treppen aus dem Keller hinauf ins Lager nahm und die feindseligen Blicke der anwesenden Hunter ignorierte.

>Ich bin verwirrt.

Ida schwirrte rückwärts durch die Luft, immer einen Meter vor mir.

>Mag sie dich oder mag sie dich nicht?

„Weißt du, Ida“, sagte ich und stopfte meine Hände in meine Manteltaschen. Es war schon spät. Wir würden uns die nächste Basis morgen vornehmen müssen. „Ich habe keine Ahnung.“


In dieser Nacht schlief ich schlecht. Ida verharrte regungslos am Fenstersims und beobachtete die dicken Flocken, die sanft aus dem Nachthimmel fielen und den Parkplatz vor dem Hotel in einen dichten, weißen Teppich verwandelten. Ich hatte nie darüber nachgedacht, aber während ich mit offenen Augen im Bett lag und an die Decke starrte, wurde mir bewusst, wie lang eine Nacht sein konnte. Und Ida schlief nie.

„Woran denkst du?“, fragte ich irgendwann in die Stille hinein, die nur durch das Brummen der Heizung unterbrochen wurde.

>An meinen Daddy.

Ich rollte mich zur Seite und sah zu ihr hinüber. Idas Blick war in die Ferne gerichtet. Wäre sie kein Dae, hätte sie vielleicht geweint.

Ich rutschte zur Seite. „Wenn du willst, kannst du dich zu mir legen“, sagte ich leise. Ida drehte den Kopf und ein kleines Lächeln huschte über ihre Züge. Sie schwebte wie ein kalter Luftzug durch den Raum zu mir aufs Bett, wo sie sich neben mir niederließ.

Mit ihrer dunkleren Färbung hatte auch ihre Masse zugenommen. Sie war noch nicht wirklich da, aber als ich eine Hand nach ihr austreckte und ihren Kopf streichelte, konnte ich einen schwachen, kalten Widerstand spüren.

„Alles wird gut“, flüsterte ich und sah ihr in die blanken Augen. „Ich werde deinen Daddy retten, egal wie. Okay?“

>Okay.

Sie lächelte und schloss die Augen.


Ich habe Angst.

Angst davor, dass wir Daddy nicht retten können. Aber vor allem Angst vor dem, was danach kommt. Coon sagt, wenn der Daemon weg ist, gibt es keinen Grund mehr für mich, zu bleiben. Ich fühle mich nicht tot. Aber wenn ich mich auflöse, verschwinde ich für immer.

Warum ist mir so kalt?

Paige war nur eine von Rocks Konkurrenten gewesen, aber sie war diejenige, der ich mich unter anderen Umständen hätte anschließen wollen. Von allen Organisationsleitern, die noch auf meiner mentalen Liste standen, war sie mit Abstand die angenehmste.

Aber ich hatte keine Wahl. Wenn ich herausfinden wollte, mit wem Harry gemeinsame Sache machte, musste ich tief in die Scheiße greifen. Und das hieß Joey.

Joeys Basis lag eingequetscht zwischen einer Apotheke und einem Zahnarzt im zweiten Obergeschoss eines Gebäudekomplexes, mitten in der Einkaufsmeile. Das Treppenhaus war schmal und stank nach Rauch, und als ich den kurzen Flur betrat, waren alle Fensterläden zugezogen. Ich ging auf den Türsteher zu, einen Zwei-Meter-Riesen mit mehr Tattoos als echten Zähnen und einem Schlagring. Neben ihm an der Wand lehnte ein Baseballschläger.

Wundervoll.

„Raccoon Thynlee“, stellte ich mich vor und hob meine Hände, um zu zeigen, dass ich unbewaffnet war. „Ist Joey da?“

Der Schläger begutachtete mich von oben bis unten, bevor er schief grinste. „An die Wand stellen und Beine breit.“

„Oh bitte, ist das nötig?“, fragte ich, noch während ich seinen Anweisungen folgte. „Ich bin Hunter, kein Auftragskiller.“

„Weiß man bei euch nie. Los, Hände an die Wand.“

Ich zwang mich, ruhig zu bleiben, als seine groben Hände meine Arme, Beine und meinen Brustkorb sorgfältiger als nötig abtasteten, aber schließlich ließ er mich los und klopfte an die Tür.

„Boss, eine Raccoon Thynlee ist hier.“

„Lass sie rein.“

Ich ging zur Tür, drehte den Knauf und ging hinein, dicht gefolgt von Ida. Seit sie so dunkel war, fiel ihr das Schweben durch Wände sehr viel schwerer.

Als ich eintrat, erhellte schummriges Licht den Raum, der auf der linken Seite mit Bücherregalen ausgekleidet war und auf der rechten zu mehreren angrenzenden Räumen führte. Direkt unter dem mir gegenüberliegenden Fenster saß Joey an einem Massivholzschreibtisch, Zeitungen und Akten überall darauf verstreut. Der volle Aschenbecher glomm leicht auf, als Joey seinen aufgerauchten Zigarettenstummel hinein drückte.

„Raccoon“, sagte er und stand auf, um mir die Hand zu schütteln. Ich sah ihn herausfordernd an und er lächelte, bevor er seine Hand sinken ließ und mir den Stuhl ihm gegenüber zuwies. Sein kleiner Finger fehlte.

„Bitte, setz dich“, sagte er und zog eine neue Zigarette aus seinem Revier. „Du erlaubst?“

„Interessante Lektüre?“, fragte ich stattdessen und deutete auf die Zeitung, die auf der gestrigen Schlagzeile aufgeschlagen war. Einige Abschnitte waren farbig markiert.

„Ja, in der Tat.“ Er zündete die Zigarette mit einem Streichholz an und nahm einen tiefen Zug, bevor er fortfuhr. „Du scheinst nicht mehr ganz die Alte zu sein. Dein Marktwert ist beträchtlich gesunken, wusstest du das?“

„Muss mir irgendwie entgangen sein.“ Ich ließ mich auf dem Stuhl nieder. „Joey, hattest du schon einmal Kontakt zu einem gewissen Harry Limes?“

Ida verschwand von meiner Seite und schwebte zu Joey hinüber. Sie sah ihn von der Seite an, ihr Gesicht nur wenige Zentimeter von dem Seinen entfernt.

„Limes? Nie gehört.“

>Er lügt.

Ich sah Ida nicht direkt an, aber ich vertraute ihrer Einschätzung. Steckte Joey hinter dem Coup? Ich war nicht sicher.

„Interessant“, sagte ich. „Er hat erst vor kurzem von dir gesprochen.“

Joeys Augen verengten sich zu Schlitzen. „Hat er das?“, fragte er, sein Ton rauer. Bedrohlicher.

„Denkst du wirklich, Harry lässt seine Dienste einfach abkaufen?“, fragte ich und lehnte mich etwas nach vorne. Ida schwebte zurück an meine Seite, die Augen nun auf die Tür hinter mir gerichtet.

„Er ist sofort zu uns gekommen“, sagte ich. „Rock hat solange mitgespielt, um dich in Sicherheit zu wiegen, aber er weiß Bescheid.“

„Du bluffst“, zischte Joey. „Du bist verzweifelt, Raccoon, das verstehe ich. Seit du zurück bist, geht dein Leben den Bach runter. Ein Kind und eine junge Frau auf deinem Gewissen, dein Ruf ruiniert, dein Job Vergangenheit…“

>Der Türsteher kommt. Schlag von oben in drei…

„So schlimm ist es nicht“, sagte ich und rutschte etwas auf meinem Sitz nach vorne.

>…zwei…

„Ich wollte mich schon immer mal selbstständig machen.“

>…eins…

„Dann viel Glück dabei“, sagte Joey und lehnte sich auf seinem Stuhl zurück. „Du wirst es brauchen.“

>JETZT!

Ich hechtete zur Seite, gerade rechtzeitig, um dem Türsteher auszuweichen, dessen Baseballschläger nach unten raste und den Stuhl zerschmetterte, auf dem ich eben noch gesessen hatte.

„Töte sie!“, schrie Joey, der aufgesprungen war. Der Türsteher starrte verwirrt auf die Stuhltrümmer, dann zu mir.

„Ida, gib mir Deckung!“

>Geht klar.

Ich rollte zur Seite, stand aus der Bewegung auf und rannte auf die Tür zu. Der Türsteher stand im Weg, er hob den Baseballschläger und holte weit aus.

Ida schoss durch ihn hindurch.

Ein Ausdruck von Entsetzen bildete sich auf seinem Gesicht, während Ida sich durch seinen breiten Oberkörper zwängte, als wate sie durch zähes Wachs. Ich trat dem Türsteher seitlich in die Kniebeuge und er knickte stöhnend ein, seine Hand krallte sich in den schwarzen Stoff über seinem Herzen und Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn.

Ich schoss an ihm vorbei und durch die Tür.

„Lass sie nicht entkommen, du Idiot!“, hörte ich Joeys Stimme, während ich die Treppenstufen hinunterraste und an der Biegung halb über das Geländer sprang. Über mir hörte ich Schüsse, als Joey einen Versuch machte, mich noch zu erwischen. Vergeblich. Die Kugeln schlugen mit ohrenbetäubendem Bersten die Treppenstufen ein und Holzsplitter regneten durch das Treppenhaus wie billiges Konfetti, aber ich war bereits zwei Stockwerke unter ihm. Jemand rannte die Stufen hinunter, doch ich war bereits zur Eingangstür raus und mischte mich unter den stetigen Strom der Menschen, die in der Einkaufsstraße unterwegs waren. Ich schlug meinen Mantelkragen hoch, damit Joey mich nicht so leicht erkennen konnte. Es war reine Vorsicht. Joey konnte sich nicht erlauben, mich mitten auf der Straße zu erschießen. Ich ließ mich von der Menschenmasse mittreiben und atmete langsam und regelmäßig, bis mein Herzschlag sich beruhigte.

Es dauerte nicht lange, bis Ida über den Köpfen der Passanten hinwegschoss und mich einholte.

„Einwandfrei“, sagte ich. Ida strahlte mich an.


Auf dem Rückweg zum Hotel sprachen wir wenig, denn Selbstgespräche fielen in der Bahn zu sehr auf und ich hatte genug damit zu tun, mich hinter einem Schleier aus Haaren und meinem Mantelkragen zu verstecken. Früher hatte man meinen Namen gekannt, aber seit gestern hatte mein Titel ein Gesicht.

Ida bemühte sich, den Leuten in der Bahn aus dem Weg zu gehen. Ich wusste nicht, seit wann sie einen so starken Effekt auf Menschen hatte, aber was sie mit dem Bodyguard gemacht hatte, wünschte ich niemandem.

An unserer Station angekommen quetschte ich mich zwischen den anderen Passagieren nach draußen und machte mich auf den Weg zurück zum Hotel, das nicht allzu weit von der Haltestelle entfernt war. Ida schwirrte um mich herum, während sie versuchte, den vereinzelt herunter fallenden Schneeflocken auszuweichen. Ohne Erfolg.

Ich war kaum durch die Zimmertür, da klingelte mein Diensthandy. Verwirrt zog ich es aus meiner Manteltasche, überprüfte den Bildschirm und legte das Handy an mein Ohr.

„Sam, was gibt’s?“

„Was gibt’s? Das sollte ich dich fragen. Du wolltest mich wegen der Exzision anrufen! Ich will wissen, wo ich morgen auftauchen soll, wenn die Prüfungen durch sind.“

Stimmt, da war ja was.

„Hast du zufällig die Zeitung gelesen?“, fragte ich.

„Wir sind hier in einem Lagerhaus eingebunkert, was erwartest du?“, kam ihre verächtliche Antwort. „Warum, stand was Interessantes drin?“

„Könnte man so sagen. Lange Geschichte kurz, ich wurde gefeuert.“

Einen Moment herrschte Stille, dann erklang Sams Stimme erneut. Ungläubig.

„Bitte was? Du willst mich verarschen!“

„Ich kann deine Hilfe nicht mehr in Anspruch nehmen, tut mir leid. Ich will Rock nicht noch mehr Ärger machen, als ohnehin schon.“

„Also bitte.“ Ich stellte mir Sams tadelnden Blick vor. „Ich habe Urlaub, ich kann tun und lassen, was ich will.“

„Es wäre mir lieber, du würdest Rock etwas von mir ausrichten. Ich kann derzeit schlecht in die Basis zurück.“

„Ich verstehe gar nichts mehr. Ich komme morgen trotzdem, egal was du sagst. Was soll ich Rock ausrichten?“

Ida schwebte näher zu mir, bis ihr Ohr direkt an dem Hörer lag. Ich konnte ihre kühle Präsenz an meiner Wange spüren.

„Du weißt von dem Maulwurf?“

„Natürlich.“ Sams Stimme wurde augenblicklich ernst. „Ich hatte Angst, irgendjemanden falsch anzugucken, bei der Ansprache, die Harry gebracht hat.“

„Die Sache ist die…“, sagte ich und begann, Sam in meinen Verdacht einzuweihen. Als ich geendet hatte, herrschte Stille am anderen Ende.

„Wenn das stimmt, bist du nicht mehr sicher, Coon“, sagte sie schließlich. „Harry hat dich am Leben gelassen, damit der Effekt auf Rocks Organisation größer ist, aber wenn er erfährt, dass du ihm auf die Schliche gekommen bist…“

„Ich weiß. Er ist bestimmt schon von Joey informiert worden.“ Ich holte tief Luft. „Meine einzige Hoffnung ist, dass Joey die Angelegenheit selbst regeln will, um vor Harry nicht das Gesicht zu verlieren, das verschafft mir aber höchstens ein oder zwei Tage. Wenn Harry erstmal seine Leute auf mich ansetzt, kann ich einpacken.“

„Du musst abhauen.“ Sam klang eindringlich. „Ich meine es ernst. Am besten fliehst du in einen anderen Distrikt. Wenn du außer Reichweite bist, lässt er dich vielleicht in Ruhe.“

„Das habe ich vor“, sagte ich und sah Ida an, die mich schon eine ganze Weile beobachtete. „Aber erst muss ich mich um Idas Vater kümmern.“

„Ich kann das übernehmen, sag mir, wo er wohnt und dann verschwinde von hier. Ich sage Rock wegen Harry Bescheid.“

„Du wirst den Daemon nicht alleine schaffen“, sagte ich. „Ich kann das unmöglich auf dich abwälzen.“

„Unfug.“

„Sam, versprich mir, dass du morgen zu Rock gehst, sobald die Prüfungen vorbei sind und ihm von Harry berichtest. Ich komme schon klar. Ida und ich sind inzwischen ein eingespieltes Team.“

Idas Augen leuchteten auf.

„Mach dir keine Sorgen“, fügte ich hinzu.

„Fein, aber versprich du mir, dass du gleich danach den Distrikt verlässt.“

„Sobald ich kann.“

„Was soll das nun wieder heißen?“

„Ich weiß es noch nicht. Ich lege jetzt auf, Sam.“

„Hey, war-“

Ich legte auf und warf das Handy auf mein Bett. Nur wenige Sekunden später klingelte es erneut, aber ich drückte Sams Anruf weg und schaltete das Gerät anschließend auf stumm.

>Du willst den Distrikt verlassen?

Ida schwebte aufs Bett und setzte sich im Schneidersitz in die Luft über der Matratze. Ich folgte ihrem Beispiel und schaltete meinen Laptop ein.

„Ich habe keine große Wahl.“ erwiderte ich, während ich darauf wartete, dass mein Desktop erschien. „Hier kann ich nicht bleiben, ich würde keinen Job mehr bekommen und Harry hat seine Leute überall. In einem anderen Distrikt muss ich meinen Ruf zwar neu aufbauen, aber mit meinen Fähigkeiten sollte das kein Problem sein.“ Ich öffnete das Internet. „Vielleicht mache ich mich wirklich selbstständig, wer weiß.“

Es war schon spät, als ich mich ausreichend über Züge und Wohnungen informiert hatte, um an Schlaf zu denken. Ich putzte mir die Zähne, zog mein Schlafshirt an und ließ mich unter die Bettdecke gleiten. Es dauerte nicht lange, bis Idas Kälte zu mir hinüber driftete, aber ich zog die Decke nur enger um mich. Kälter mochte es sein, aber so lange sie hier war, entkam ich einem Gefühl der Einsamkeit, das mich seit langer Zeit geplagt hatte.

Morgen würde sie sich auflösen. Es war unsere letzte gemeinsame Nacht.


>Coon. Coon, wach auf.

„Hmmm….“

Ich zwang ein Auge auf und schaute zu Ida, die besorgt über mir schwebte.

>Jemand kommt.

Augenblicklich war ich hellwach. Ich riss die Bettdecke zur Seite, zog mir schnell meine Jeans von gestern über und packte die nächstbeste Waffe, die ich finden konnte. Eine Glasflasche, halbvoll mit Wasser. Ich hatte nicht erwartet, dass Harrys Leute mich schon heute Nacht aufsuchen würden. Er hatte es wohl eilig. Ich konnte nur hoffen, dass er Sam noch nicht auf dem Radar hatte.

Ich stellte mich neben meine Zimmertür und wartete. Wartete. Schließlich hörte ich das Knarzen der Treppe. Schritte im Flur. Es klopfte. Ich packte den Flaschenhals fester. Ida schwebte direkt neben mir, bereit, wer auch immer durch die Tür kommen würde, anzugreifen.

Es klopfte erneut, lauter.

Ich stutzte. Warum klopften Harrys Killer?

„Coon? Ich bin´s.“

Nein. Gottverdammte Scheiße nein, das war nicht sein Ernst. Ich riss die Tür auf.

Da stand er. Ida zischte leise, als sie Christophers Gesicht erkannte. Seine Augen waren dunkel umrandet und sein Haar sah aus, als hätte er es seit unserem letzten Treffen nicht gewaschen.

„Was willst du hier?“, fragte ich, die Flasche immer noch in der Hand. Mir war mit einem Mal schmerzlich bewusst, dass ich nur mein labbriges T-Shirt ohne BH und meine Jeans trug. Mein Haar stand vermutlich in alle Richtungen.

Egal. Egal, egal, egal.

„Wie hast du mich gefunden?“

Christopher sah an mir vorbei in den Raum. „Ist das tote Mädchen noch hier?“

„Ida ist direkt neben mir“, erwiderte ich brüsk. „Wo soll sie sonst sein?“

„Sag ihr, sie soll kurz verschwinden“, flüsterte Chris. Er machte einen Schritt auf mich zu und packte mein Gesicht. Dann küsste er mich.

Ich ließ die Flasche fallen und riss mich los. Es klirrte, als das Glas auf dem Fußboden zersprang.

„Coon, bitte, es tut mir leid!“ Chris hob die Hände. „Ich habe dich verletzt, ich hätte nicht einfach abhauen sollen, aber als ich aufgewacht bin, musste ich an Lorene denken und mir wurde plötzlich ganz schlecht und —“

Er brach ab, als er mein Zusammenzucken sah.

„Oh Gott, so war das nicht gemeint, es ist nur, ich kann sie nicht vergessen und deshalb…“

„Und deshalb fickst du deine beste Freundin?“, fragte ich und dieses Mal war es Christopher, der zusammenzuckte. „Du weißt, was ich für dich empfinde. Und dann sagst du mir am nächsten Morgen per Notizzettel, dass es ein Fehler war, nur um zwei Tage später wieder hier anzukriechen? Hast du sie noch alle?!“

„Coon, es tut mir wirklich, wirklich leid!“ Ein flehender Unterton schlich in seine Stimme. „Seit Lorene tot ist, hat sich mein ganzes Leben verändert. Ich kann keine Frau mehr ansehen, ohne an sie zu denken. Ich liebe sie immer noch, aber ich muss sie loslassen. Du bist die Einzige, die mir noch bleibt!“

Ich ballte meine Fäuste. „Lorene hier, Lorene da, ich kann diesen verdammten Namen nicht mehr hören!“, schrie ich und stieß meinen Zeigefinger gegen Christophers Brust. „Hör auf, mich für alles verantwortlich zu machen, was seitdem passiert ist! Du hast keine Ahnung, wie kaputt es mich gemacht hat, wie kaputt mich alles gemacht hat, was mit ihr zu tun hatte! Sie hat mir dich weggenommen, als sie lebte und als sie starb und selbst jetzt treibt sie einen Keil zwischen uns. Ich kann das nicht mehr, Chris…“ Ich ließ meinen Finger sinken und atmete tief durch. „Bitte geh. In ein paar Tagen verlasse ich den Distrikt. Ich will dich nie wiedersehen.“

Chris´ Gesichtszüge entgleisten, er packte meine Handgelenke und drängte mich in das Hotelzimmer, während er die Tür hinter sich zutrat. Ich schrie, versuchte, mich loszureißen, aber seine Finger bohrten sich tief in meine Haut.

Plötzlich stießen meine Kniekehlen gegen die Bettkante und ich fiel nach hinten. Christopher landete über mir.

„Lass mich los!“, schrie ich und trat mit meinen Beinen in alle Richtungen, aber es half nichts. Chris war größer und schwerer als ich und das Bett gab zu leicht nach. Ich hatte keinen Widerstand, um ihn erfolgreich wegzudrücken.

>LASS COON IN RUHE!

In einem Moment hockte Christopher noch mit festem Griff über mir, im nächsten wurde sein Gesicht aschfahl und er ließ mich los. Sein Kopf sackte langsam auf seine Brust, während er nach seinem Herzen tastete.

Idas Kopf tauchte aus seinem Brustkorb auf. Sie zwängte sich durch ihn hindurch und als sie seinen Körper halb durchquert hatte, kippte Christopher zur Seite, schwer atmend und schwitzend.

„Danke…“, murmelte ich und stand zitternd vom Bett auf. „Das war knapp.“

Ida kämpfte sich das letzte Stück aus Christophers Brust heraus und schüttelte sich angeekelt.

>Ich konnte ihn noch nie leiden.

„Was… war das…“, keuchte Christopher und rollte sich auf seinen Rücken. Seine Atmung beruhigte sich langsam, aber er sah noch immer leichenblass aus. Mein Mitleid hielt sich in Grenzen, als ich mir die Handgelenke rieb.

„Ich dachte, mein Herz würde durch Maschendraht gequetscht.“

„Wäre vielleicht besser gewesen“, sagte ich. Christopher sah zu mir. Scham und Entsetzen mischten sich bei meinem Anblick und er hievte sich hoch.

„Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist“, flüsterte er. „Es tut mir leid.“

„Geh einfach.“

Er stand schwankend auf und verließ mein Zimmer, die Schultern und den Kopf hängend.

Ich hatte nie gedacht, dass unsere Freundschaft so enden würde.


>Da ist es.

Ida legte einen Zahn zu, als wir uns ihrer Wohnung näherten. Bei Tag wirkte die Straße weit weniger einschüchternd, als noch vor wenigen Tagen, als ich mich in zu dünnen Klamotten durch den nächtlichen Schneesturm gekämpft hatte.

Königsstraße 89. Ich vergrub meine Hände tiefer in den Hosentaschen und folgte Ida, die aufgeregt vor ihrer Haustür um eine Person schwirrte. Als die Person den Kopf hob und Ida mit ihrem Blick folgte, stutzte ich. Strohblondes Haar stand in alle Richtungen ab und als der junge Mann mich entdeckte, winkte er.

„Andrew?“, fragte ich ungläubig, als ich den Eingangsbereich erreichte und ihn als Sams Azubi von vor zwei Tagen identifizierte. „Was machst du denn hier? Was ist mit deiner Prüfung?“

„Andrew Adams kommt immer als erstes dran“, sagte er grinsend. „Ich habe mit wehenden Fahnen bestanden.“

„Herzlichen Glückwunsch“, erwiderte ich. „Warum bist du hier?“

„Naja, Samantha ist bis heute Abend beschäftigt, deswegen hat sie mich geschickt.“

„Das ist nicht dein Ernst“, sagte ich und starrte Andrew an.

Er nickte zufrieden. „Doch, ist es. Ich bin die Verstärkung.“

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